Leseförderung: Zahl der nicht lesenden Kinder drastisch angestiegen

Nach dem PISA-Schock kommt der KIM-Schock. Ich hatte nun endlich Zeit, mir die im Februar erschienene KIM-Studie 2010 zum Medienumgang der 6- bis 13-Jährigen in Deutschland anzuschauen. Und auf Seite 23 erwischte mich der KIM-Schock: Jedes fünte Kind (also 20 Prozent) liest nie, im Vergleich zu 17 Prozent im Jahr 2008, 2005 waren es sogar nur sieben Prozent.

Haben die vielen Programme zur Leseförderung versagt? Wer liest eigentlich die vielen Kinder- und Jugendbücher, deren Auflagenzahlen stetig steigen?

Etwas versöhnlicher stimmen die Zahlen, wenn man betrachtet, dass die Zahl der Gern-Leser gewachsen ist, damit halten sich die Lager der Gern- oder Sehr-gern-Leser und der Nicht-gern- oder Gar-nicht-Leser in etwa stabil.

Die KIM-Studie wird vom Medienpädagogischen Forschungsbund Südwest herausgegeben, einer Kooperation zwischen den Landesmedienanstalten Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In der Zeit von Juni bis Juli 2010 wurden rund 1.200 Kinder und deren Haupterzieher befragt.

Autor: Ulrica Griffiths

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Text in: Englisch

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