E-Sport im Marketing – Von der Nische zum Mainstream

ICBC (Asia) eSports and Music Festival Hong Kong 2017

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E-Sport ist zurzeit ein Buzzword im Marketing, doch was steckt eigentlich dahinter? Unsere Beraterin Martina Ganzbuhl hat sich auf dem Kongress „Kids.Teens&Marke“ näher über das Trendthema informiert und erklärt hier, wie Marketeers ihre junge Zielgruppe über E-Sport erreichen können.

Zunächst einmal ein paar Fakten: E-Sport ist laut Definition das wettbewerbsmäßige Spielen von Computer- und Videospielen im Mehrspielermodus. Er versteht sich als eigene Sportdisziplin, wird allerdings in Deutschland noch nicht als eigene Sportart anerkannt. Doch Politik und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) stehen den Online-Wettkämpfen positiv gegenüber und haben die Weichen für eine Anerkennung gestellt. Sie ist sogar Gegenstand des Koalitionsvertrags von CDU/CSU und der SPD. Sollte der E-Sport alle Auswahlkriterien des DOSB erfüllen, könnte er bereits bei den nächsten Olympischen Spielen dabei sein.

E-Sportler treten entweder einzeln oder als Team, auch Clans genannt, gegeneinander an. Es gibt dabei eigene Ligen und zahlreiche Turniere: Die ESL gilt als größte Liga ihrer Art, zurzeit sind dort über sechs Millionen Spieler und über 500.000 Clans aktiv. Zu den beliebtesten Spielen gehören League of Legends, Dota 2, Fortnite, FIFA 18 oder Counter-Strike.

Doch wie können Fans am elektronischen Sport teilhaben? Ganz einfach digital, denn E-Sport wird live gestreamt, beispielsweise über den Streaming-Dienst Azubu.tv oder Marktführer Twitch.tv. Letzter erreicht durchschnittlich 15 Millionen Nutzer im Monat, die im Schnitt 421 Minuten schauen. Auch das lineare Fernsehen greift den Trendsport auf, so senden Sport1 oder auch Sky verschiedene E-Sport-Events. Auch klassische Medien wie die Bravo Sport oder der Kicker berichten regelmäßig über E-Sportler und E-Sport.

Die wachsende kommerzielle Bedeutung von E-Sport zeigt sich vor allem in der Höhe der Preisgelder, die sich in Millionenhöhe bewegen. Der erfolgreichste E-Sportler weltweit ist Kuro Salehi Takhatsom aus Berlin: Er zockt unter dem Namen „KuroKy“ als Kapitän des Clans „Team Liquid“ vor allem das Online-Multi-Player-Battle-Arena- Spiel Dota 2. Der 28-jährige gewann bereits mehr als dreieinhalb Millionen US-Dollar!

Nicht nur die Preisgelder steigen kontinuierlich, auch die Fangemeinde von E-Sport wächst immer weiter – die deutschen Turniere füllen bereits Stadien und Hallen mit mehr als 15.000 zumeist männlichen Zuschauern! Zum Vergleich: Die erste und die zweite Bundesliga von Deutschlands Lieblingssport Nummer eins Fußball verzeichneten 2016/2017 im Schnitt pro Spiel 42.421 beziehungsweise 21.747 Zuschauer. Daher ist es auch kein Wunder, dass Unternehmen und auch Sportvereine wie beispielsweise der FC Schalke 04, VfB Stuttgart, FC Bayern München oder RB Leipzig den Trend erkannt und eigene E-Sport-Teams gegründet haben.

Und wie können nun Marketing-Experten die enorme Reichweite des Trendsports für sich nutzen? Neben klassischem Sponsoring gibt es für Unternehmen noch weitere Möglichkeiten, über E-Sport eine junge, sport- und technikbegeisterte Zielgruppe zu erreichen: So sind E-Sportler wie KuroKy auch Influencer und daher prädestiniert für Produktempfehlungen. Darüber hinaus eignen sich Turniere und Events dazu, Markenbotschaften erfolgreich zu transportieren. Unternehmen, die bereits mit Erfolg Marketing im E-Sport betreiben, sind beispielsweise Coca Cola, Red Bull, Nissan, McDonalds oder Intel. Ob sich E-Sport auch für Ihr Unternehmen eignet, klären wir gern in einem unverbindlichen Gespräch unter 089 1792 8781.
Link zur ESL: https://play.eslgaming.com/germany/

Autoren: Ulrica Griffiths und Martina Ganzbuhl

Text in: Englisch

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